27. Januar 2012 Kanton erhält 6,8 Millionen Franken

10 Millionen Franken beträgt der Jahresgewinn der Urner Kantonalbank (UKB) - gleich viel wie in den beiden vergangenen Jahren. Die Bilanzsumme stieg auf 2,43 Milliarden Franken.



Präsentieren ein gutes Jahresergebnis: der Vorsitzende der UKB-Geschäftsleitung, Urs Traxel, (links) und Bankratspräsident Hansruedi Stadler. Foto: Ralph Aschwanden


Zufriedene Gesichter beim Bankrat und der Geschäftsleitung der UKB. «Trotz eines anspruchsvollen Umfelds konnten wir sowohl den Umsatz als auch die Erträge steigern», fasste Bankratspräsident Hansruedi Stadler das Geschäftsjahr 2011 an einer Medienkonferenz zusammen. Die Eurokrise, das schlechte Börsenjahr und die sehr tiefen Zinsen hätten die UKB vor grosse Herausforderungen gestellt, erklärte auch der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Urs Traxel: «Die UKB hat sich in diesem Umfeld gut behauptet.»

Uri erhält 6,8 Millionen Franken

Der Bruttogewinn der UKB liegt 2011 bei 18,4 Millionen Franken und damit wieder auf dem Niveau von 2009. Im vergangenen Jahr war der Bruttogewinn mit 16,6 Millionen Franken rund 11 Prozent tiefer ausgefallen. Der Unternehmensgewinn der UKB beläuft sich auch 2011 auf rund 10 Millionen Franken. Der Kanton kann deshalb wie bereits in den beiden Vorjahren von einer Gewinnablieferung in der Höhe von 6,8 Millionen Franken profitieren. Zudem wird das Dotationskapital der UKB, das vom Kanton stammt, mit 900`000 Franken verzinst. «Weitere 900`000 Franken haben wir im vergangenen Jahr für die Unterstützung von Vereinen, Anlässen und Projekten ausgegeben», so Urs Traxel.

Aufwand sinkt deutlich

Viel zum guten Jahresergebnis beigetragen hat, dass die UKB 2011 ihren Geschäftsaufwand um 1,1 Millionen Franken (-4,6 Prozent) senken konnte. Besonders deutlich tiefer (-7,1 Prozent) fiel der Personalaufwand aus. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die UKB 2011 neun Vollzeitstellen abgebaut hat - alles durch natürliche Abgänge oder Pensionierungen. 113 Personen sind bei der UKB angestellt. Dazu bildet die Bank 14 Lernende aus. Der Sachaufwand blieb 2011 mit rund 7,6 Millionen Franken stabil. Allein der Aufwand der IT schlägt mit rund 4 Millionen Franken zu Buche. Besonders erfreulich ist gemäss Hansruedi Stadler die Tatsache, dass der Aufwand für Wertberichtigungen erheblich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre liege. Wertberichtigungen sind Rückstellungen für Kredite, bei denen ein Ausfall droht. «Das zeigt, dass die UKB werthaltige Kredite vergibt.»

Höhere Erträge

Sowohl im Zinsgeschäft (+1,1 Prozent) als auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+4,6 Prozent) konnte die UKB 2011 den Erfolg steigern. Im Handelsgeschäft resultierte trotz des schlechten Börsenjahres ein Plus von 20,2 Prozent. Besonders die bessere Währungsentwicklung führte dazu, dass der Ertrag in diesem Bereich auf 1,38 Millionen Franken anstieg. Erneut zulegen konnte die Kantonalbank im vergangenen Jahr bei den Kundengeldern. Die UKB verwaltete Ende 2011 Kundengelder in der Höhe von rund 1,8 Milliarden Franken (+3,9 Prozent). Während bei den Spar- und Anlagekonten ein deutliches Plus von 7,4 Prozent zu verzeichnen war, sank der Bestand an Kassenobligationen auf 182,8 Millionen Franken(-10,7 Prozent). Grund für diese Tendenz sind die tiefen Zinsen auf Kassenobligationen. Die Hypothekarforderungen stiegen hingegen um 3,2 Prozent auf 1,85 Milliarden Franken, die weiteren Kundenausleihungen (zum Beispiel Kredite für KMUs) um 10,8 Prozent auf 314 Millionen Franken. Insgesamt wuchs die Bilanzsumme der UKB im vergangenen Jahr um 116,6 Millionen Franken auf 2,43 Milliarden Franken.

Grosse Investitionen stehen an

Zurzeit realisiert die UKB in Flüelen eine neue Geschäftsstelle, wie Richard Gisler, Mitglied der Geschäftsleitung, an der Medienkonferenz erklärte. «Ende Juni soll die neue Geschäftsstelle eröffnet werden.» Bereits im März werde man in Flüelen wieder einen Bancomaten in Betrieb nehmen. Bis zu 5 Millionen Franken investiert die UKB zudem in das Von-Roll-Haus an der Tellsgasse in Altdorf. Zurzeit läuft für dieses Projekt die Bauauflage. Auch nach dem Umbau der Liegenschaft wird die kantonale Verwaltung das Gebäude nutzen. Eine weitere Grossinvestition ist für den Neubau der Agentur in Schattdorf sowie einer Beteiligung an der hauptsächlich von der Gemeinde getragenen Tiefgarage geplant. Das Schattdorfer Stimmvolk äussert sich am 11. März an der Urne zum Projekt.


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Diese Meldung wurde vom Urner Wochenblatt zur Verfügung gestellt.