27. Januar 2012 Schneebrett im Felsental fordert ein Todesopfer
Ein 38-jähriger Mann aus Bayern wurde am Freitag von einem Schneebrett erfasst und konnte nur noch tot geborgen werden.
Am späteren Freitagvormittag, 27. Januar, ging am Gemsstock in Andermatt im unteren Felsental spontan ein rund 50 Meter breites Schneebrett nieder. Die Anrissstelle liegt auf zirka 1900 Meter über Meer. Zu diesem Zeitpunk befand sich rund 200 Meter unterhalb der Anrisstelle ein deutsches Ehepaar, das mit Skiern ausserhalb der gesicherten und markierten Piste zu Tale fuhr. Der 38-jährige Ehemann wurde vom Schneebrett mitgerissen und stürzte ins Bachtobel ab. Die vorausfahrende Ehefrau blieb unbehelligt und konnte Alarm schlagen.
Mitglieder des Pistendienstes, der SAC Sektion Lucendro und die Besatzung der REGA konnten den Verschütteten kurz nach Mittag tot bergen. Wegen des unzugänglichen Geländes gestaltete sich die Bergung sehr schwierig. Die Bergungsmannschaft musste vom Helikopter aus am Seile hängend den Verschütteten aus dem harten Schnee ausgraben.
Beim Ehepaar aus Bayern handelt es sich um Schneesportler, die sehr gut ausgerüstet waren, unter anderem auch mit Lawinenverschüttetensuchgeräten und Luftkissen-Rucksäcken. Aus Persönlichkeitsschutzgründen können momentan weder zum Todesopfer noch dessen Ehefrau nähere Angaben gemacht werden.
Neben Polizei und Bergungsequipen wurde auch ein Vertreter des Care-Teams aufgeboten. Gemäss Bulletin des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung herrschte am Freitagvormittag Lawinenengefahr (Stufe 2).
