06. März 2013 Windböen bis zu 119 km/h

Mit Böenspitzen von bis zu 119 Stundenkilometern fegte der Föhn am Dienstag, 5. März, durch das Reusstal. In Altdorf wurde dabei der schweizerische Spitzenwert erreicht. In Seedorf wurde ein Container von einem Anhängerzug gerissen.


Der weggerissene Container auf der A2.
Foto: Kapo Uri


Gemäss Meteoschweiz erreichte der Föhn in Altdorf eine Böenspitze von 119 Stundenkilometern. Das ist schweizweit der Spitzenwert für den Dienstag, 5. März. Aufgrund des Föhns lagen die Temperaturen in den Föhntälern denn auch deutlich über 10 Grad. Der Föhn soll gemäss srf.meteo noch bis am Donnerstag anhalten und weiterhin für hohe Temperaturen sorgen.

Autobahn wegen umgekipptem Container gesperrt

Am Dienstag, 5. März, wurde in Seedorf ein Container von einem Anhängerzug mit Aargauer Kontrollschildern gerissen. Nach der Einfahrt Flüelen wurde durch den Föhn der seitlich aufklappbare Deckel des Containers angehoben, wie die Kantonspolizei Uri in einer Medienmitteilung schreibt. In der Folge kollidierte der Deckel mit einem Träger der Überkopfsignalisation und riss den Container vom Anhänger, der auf dem Pannenstreifen zum Stillstand kam. Der Containerdeckel blieb am Signalträger hängen. Ein nachfolgendes Sattelmotorfahrzeug mit deutschen Kontrollschildern kollidierte mit dem herabhängenden Deckel. Für die Bergung des Containerdeckels war ein lokaler Abschleppdienst im Einsatz. Die Autobahn A2 musste für die Bergung in Fahrtrichtung Nord für rund eine halbe Stunde gesperrt werden, so die Kantonspolizei. Beide Fahrzeuge sowie deren Lenker wurden für weitere Abklärungen ins Schwerverkehrszentrum nach Erstfeld begleitet.

Anhänger kippt

Nebst diesem Ereignis kippte am Dienstagnachmittag aufgrund des Föhns auf der Seedorferbrücke in Seedorf ein Sachentransportanhänger. Am frühen Mittwochmorgen, 6. März, war zudem eine starke Windböe dafür verantwortlich, dass bei einem Personenwagen auf der Autobahn A2 eine Auto-Dachbox weggewindet wurde, wie die Kantonspolizei weiter schreibt. Verletzt wurde niemand.


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Diese Meldung wurde vom Urner Wochenblatt zur Verfügung gestellt.